Am 16. 10. 2026 im Amtsblatt von LE
Tarot - Wahrsagen
Es sind die 22 Trümpfe der Tarockkarten, die unter dem Namen „Tarot“ den Blick in die Zukunft erlauben. Das Hellsehen beherrschte vor allem Mademoiselle Lenormand (1772-1843), die der Joséphine de Beauharnais geweissagt haben soll, sie werde einen Offizier heiraten und Ehren „mehr als eine Königin“ erringen. Tatsächlich lernte Joséphine später Napoleon kennen, heiratete ihn und wurde Kaiserin. Auch Napoleon soll sie die Karten gelegt und ihm präzise seinen Lebensweg vorausgesagt haben: den Aufstieg zur Macht, die militärischen Siege, den Absturz und das einsame Ende. Soweit die Legende über die bedeutendste Wahrsagerin der Pariser Gesellschaft.
Haben Sie sich auch schon einmal die Karten legen lassen? Und sind Sie männlich und sind privat und beruflich sehr erfolgreich? Dann haben Sie bestimmt den Karo-König als persönliche Karte gezogen (bzw. dessen italienische Spielkarte: „Re di Danari“ = König der Münzen). Er sitzt gerne in entspannter Haltung, reich und selbstbewusst:

Foto: Spielkarte des DSM
Würde die Lenormand heute noch leben, könnten wir sie zur Zukunft des Deutschen Spielkartenmuseums befragen. Was wird aus den vielen kunsthistorisch einmaligen Kartendecks, die in mehr als 70 Jahren gesammelt, archiviert und ausgestellt wurden? Wird LE auch weiterhin
die Kartenstadt Europas bleiben? In 10 Wochen soll das Museum auf Beschluss des Gemeinderats aufgelöst werden. Nutzen Sie bis dahin die Zeit und besuchen Sie das weltweit bekannte Aushängeschild unserer Stadt in der Schönbuchstraße 32: Noch ist es jeden Mittwoch von 14 bis 17 Uhr
sowie
zusätzlich
mit Kaffee- und Kuchenversorgung und kostenlosen Führungen am 1.11. und am 6.12. ab 14 Uhr geöffnet. Spezielle Gästeführungen nach Absprache.
www.foerderverein-spielkartenmuseum.de, spielkartenmuseum@le-mail.de,
Tel. 0711 7560 120.