Am 06. 11. 2026 im Amtsblatt von LE
Der Kongress tanzte!
Frau B. Bootz hat uns am 1.11. in die spannende Welt des Wiener Kongresses eingeführt, der fast neun Monate dauerte und unter Führung von Fürst Metternich Europa neu geordnet hat. Frau Bootz nahm uns mit in die damaligen Verhältnisse und was dort wie vorbereitet wurde, was herauskam, wer sich mit wem für oder gegen wen eingesetzt hat, wie die Wiener Kongressakte doch noch fertig wurde, welche Interessen sich durchgesetzt hatten (oder auch nicht) und welche Rolle einflussreiche Frauen spielten. Herzlichen Dank für diesen professionellen Vortrag!
Der Wiener Kongress hatte auch viel mit dem Kartenspielen zu tun, denn diese wurden dort intensiv gespielt, vor allem Whist (der Vorgänger von Bridge mit 4 Spielern) und L'Hombre (der Vorgänger von Skat mit 3 Spielern), und an den überschaubaren Kartentischen soll viel im Vorfeld besprochen worden sein, was im großen Kreis nicht zu Kompromissen geführt hätte.
Spätestens mit dem Wiener Kongress endete auch die französische Revolution der Spielkarten. Diese hatte bereits 1790 begonnen, indem Buben, Damen, Könige, Asse sowie die Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo auf den Spielkarten verschwanden: Die Buben wurden zu Gleichheits-Prinzipien, die Damen zu Freiheits-Sinnbildern, die Könige zu Begabung/Schöpferkraft und die Asse zu Gesetzen. (Hierzu gibt es eine umfangreiche Literatur, wobei manche Bücher auch hier in Leinfelden geschrieben wurden). Zum Beispiel wurde aus der Pik-Dame die Freiheit der Presse:

Foto: Buch des DSM
Zurzeit können Sie im Schaudepot des DSM (Schönbuchstraße 32) Spielkarten allgemeiner Art sowie die aktuelle Ausstellung über Spielkarten und Musik jeden Mittwoch von 14 bis 17 Uhr besichtigen. Gästeführungen zu anderen Zeiten sind möglich. Zusätzlich ist das Museum das nächste Mal am Nikolaustag (6.12.2026 von 14 bis 17 Uhr) mit Führungen sowie mit Kaffee- und Kuchenversorgung geöffnet.
Kontakte:
www.foerderverein-spielkartenmuseum.de, spielkartenmuseum@le-mail.de und
Tel. 0711 7560 120.
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