Am 23. 01. 2026 im Amtsblatt von LE



Cribbage + Sandwich

Vor 650 Jahren verbreiteten sich Kar­ten­spiele in Europa. In den Kö­nig­reichen ent­standen län­der­spe­zi­fische Karten­spiele, die meist auf einem Whist-Karten­blatt (Zah­len­karten 2 bis 10, drei bis fünf Hof­staat­kar­ten Bube bis Ass) ohne oder mit vorgegebenen Trumpf­karten (22 Tarock­karten) auf­bauen. Bis ins 19. Jahr­hundert ent­wickelten sich Schafkopf im bayrisch-öster­rei­chischen Gebiet, Doppelkopf und Skat in weiten Teilen Deutsch­lands, Belote und französisches Tarock in Frankreich, L’Hombre und Brisca in Spanien usw. Was aber ist mit England? Bridge und Black Lady gehören sicher dorthin. Aber für viele ist Cribbage zu zweit das tra­di­tio­nelle Spiel auf der Insel. Be­son­ders der britische Minister John Montagu, 4. Earl of Sand­wich (1718–1792) spielte lei­den­schaft­lich gern Cribbage. Bei einer über­langen Par­tie im Jahr 1762 wollte er das Spiel nicht durch Essen un­ter­bre­chen und ordnete an, sein Essen solle zwischen zwei Brot­scheiben gelegt werden. Während er dies beim Spie­len aß, verlangte sein Partner eben­falls solch ein „Essen a la Sand­wich“. Das Sand­wich ward ge­boren! Niemand muss seitdem eine span­nende Si­tua­tion wegen Hun­gers ver­säu­men.

Cribbage Situation , Foto V. Claus

Foto: eigenes Foto

Hier ist eine Cribbage-Spielsituation dar­ge­stellt: Je ein Spieler rechts und links (die jeweils 6 Karten kann der andere aber nicht sehen) legt ab­wechselnd Karten, wobei die Sum­me der ausliegenden Karten­werte höchstens 31 betragen darf. Es kön­nen ständig Punkte erzielt werden; hierbei spielt die 15 eine zentrale Rolle. Spielregeln siehe Internet. Das Holzbrett mit seinen Stiften zeigt nur den jeweiligen Punkte­tand an. Probieren Sie es aus mit einem üblichen 52-er Blatt, einem Notiz­block für die Punkte­zählung und einem mitgebrachten Sand­wich!

Besuchen Sie das DSM! Es ist jeden Mittwoch von 14 bis 17 Uhr geöffnet und auch am Sonntag dem 1. Fe­bru­ar ab 14 Uhr. Tel. 0711 7560 120

www.foerderverein-spielkartenmuseum.de,

spielkartenmuseum@le-mail.de